|

Engagement der Stiftung

Der formulierte Stiftungszweck lässt Raum für vielfaches Engagement.
Die Stiftung kann in den Bereichen Medizin und Ingenieurswesen Projekte
entwickeln oder sich an bestehenden Projekten fördernd beteiligen.



Stiftungshistorie

2009 - 2011

Förderung des Forschungsprojektes: Risiko-adaptierte Vorsorge beim Harnblasenkarzinom

Mit Fördergeldern aus der Stiftung wurde Dr. med. Gerson Lüdecke, Arzt für Urologie des Universitätsklinikum Giessen und Marburg (UKGM) für seine Arbeit zu einem internetbasierten Vorsorgecheck für Blasenkrebs bedacht. Dieser Vorsorgecheck wurde, um eine breite Basis der Erhebungsgrundlage zu haben, in 9 Sprachen angelegt. In das Projekt waren ebenfalls Urologen aus Italien und der Türkei eingebunden. Insbesondere konnte Dr. Lüdecke durch die Unterstützung das Screening der stationär betreuten Patienten des UKGM durch die Befragung mit Hilfe des RisikoChecks durchführen.

Kontakt: Dr. med. Gerson Lüdecke, Arzt für Urologie des Universitätsklinikum Giessen und Marburg


2011 - bis heute

Förderung der Erforschung von Amygdalin zur Tumor-Behandlung

Patienten mit Krebserkrankungen nehmen zunehmend Verfahren der Naturheilkunde im Rahmen ihrer Behandlungen in Anspruch. Bei vielen dieser sogenannten alternativen oder komplementären Ansätzen ist jedoch unklar, ob diese überhaupt einen Einfluss auf den Krankheitsverlauf nehmen und welcher Nutzen sich für den Patienten ergibt. Ganz besonders gilt dies für Amygdalin, einem insbesondere in Aprikosen- oder Pfirsichkernen vorkommenden Pflanzeninhaltsstoff. Während Befürworter Amygdalin als natürliches, hoch wirksames Heilmittel betrachten, verneinen Gegner diese Eigenschaft und warnen gar vor Vergiftungserscheinungen. Um der Diskussion Sachlichkeit zu verleihen, ist es wichtig, Amygdalin sowie weitere Naturstoffe einer genauen wissenschaftlichen Prüfung zu unterziehen.

Gefördert wird diesbezüglich eine Studie zur Bedeutung von Amygdalin als potentielles Therapeutikum zur Bekämpfung von Tumorerkrankungen. Durchgeführt wird die Studie an der Goethe-Universitätsklinik Frankfurt, Klinik für Urologie, unter Leitung von Prof. Dr. Felix K.-H. Chun (Klinikdirektor) und Prof. Dr. Roman A. Blaheta (Wissenschaftliche Forschungsleitung).

Kontakt: Prof. Dr. Roman Blaheta, Leiter des wissenschaftlichen Forschungslabors der Goethe-Universitätsklinik Frankfurt


2014 - bis heute

Förderung der Erforschung und Dokumentation der Hegu-Hautstich Therapie

Der Hegu- Stich ist eine traditionelle chinesische Akupunktur-Stichart. Obwohl der Hegu-Stich in Jahrtausende alten Schriften beschrieben wurde, ist der Hegu-Stich bis heute wenig erforscht und wird nur selten praktiziert. Da diese Art der Akupunktur jedoch Vorteile verspricht, fördern wir die Aufarbeitung und die Veröffentlichung zu diesem Themenkomplex.

Kontakt: Hongbing XU - Akupunktur Arzt für Naturheilverfahren


2018 - bis heute

Förderung der Erforschung von Artesunat in der Behandlung des therapieresistenten Prostatakarzinoms.

Immer mehr Patienten wünschen sich die Einbeziehung von natürlichen oder daraus abgeleiteten Stoffen in der Behandlung ihrer Krebserkrankung. Häufig fehlen jedoch wissenschaftlich fundierte Daten, ohne die dem Wunsch nach Einbindung von Natursubstanzen in der Klinik nur selten entsprochen werden kann. Die Translationale Uroonkologie in Mainz hat sich dieser Problematik angenommen. Im Rahmen eines von der Brigitta und Norbert Muth Stiftung finanzierten Projektes wird untersucht, ob Artesunat, aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), die Therapieresistenzen von Prostatakarzinomzellen aufzuheben und ein erneutes Therapieansprechen zu induzieren vermag. Die Therapieresistenz ist eines der Hauptprobleme in der Behandlung fortgeschrittener (= metastasierter) urologischer Krebserkrankungen. Sie führt dazu, dass die Wirkung der Therapien zeitlich begrenzt ist und fortgeschrittene Krebserkrankungen in der Regel nicht mehr heilbar sind. Das geförderte Projekt wird an der Universitätsmedizin Mainz, unter Leitung von Herrn Prof. Dr. Axel Haferkamp, Direktor der Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie, sowie Frau PD Dr. Eva Jüngel, Leiterin der Translationalen Uroonkologie, durchgeführt.

Kontakt: PD. Dr. phil. nat. Dr. med. habil. Eva Jüngel, Leiterin der Translationalen Uroonkologie, Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie, Universitätsmedizin Mainz, Johannes Gutenberg- Universität Mainz